Ich arbeite dort, wo unterschiedliche institutionelle Logiken, professionelle Kulturen und Machtverhältnisse aufeinandertreffen,
und daraus trotzdem gemeinsame Handlungsfähigkeit entstehen muss. Ich entwickle,
verbinde und stabilisiere Strukturen, Programme und Kooperationen zwischen
Verwaltung, Zivilgesellschaft, Einsatzorganisationen, Wissenschaft und Wirtschaft.
Dabei mache ich Komplexität handhabbar, schaffe Orientierung in unübersichtlichen
Situationen und ermögliche Entscheidungen, die auch unter Druck tragfähig bleiben.
Meine Rolle ist die eines gestaltenden Moderators und Systemarchitekten, Systemarchitekt, Brückenbauer und Navigator. Ich höre zu, erkenne Muster, verbinde Perspektiven und helfe Gruppen,
das Wesentliche zu sehen und gemeinsam handlungsfähig zu werden.
Orientierung: Unklare Situationen in ein gemeinsames Bild übersetzen.
Struktur: Komplexe Themen in machbare Schritte zerlegen.
Stabilität: Arbeitsfähigkeit auch unter Druck sichern.
Arbeiten im Raster
Ich denke in klaren Rastern und Ebenen – lokal, regional, national. So lassen sich
Projekte so aufsetzen, dass sie sowohl im Alltag funktionieren als auch in Krisen
belastbar bleiben.
Ob in Workshops, Projektstrukturen oder Netzwerken: Ich sorge dafür, dass Aufgaben,
Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege transparent bleiben.
Beispielprojekte
Räume, in denen Helfende selbst Unterstützung erfahren können.
1. Retreat & fachlicher Austausch für israelische Traumatherapeut:innen
Ausgangssituation
Nach den terroristischen Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 standen israelische Psycholog:innen und Traumatherapeut:innen unter extremer beruflicher und persönlicher Belastung. Viele arbeiteten seit Wochen im Dauereinsatz mit hochtraumatisierten Betroffenen, während sie selbst Teil der betroffenen Gesellschaft waren. Auf Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen und im Umfeld zivilgesellschaftlicher Dialogformate entstand der Wunsch nach einem geschützten Raum außerhalb Israels.
Mein Beitrag
Ich konzipierte und gestaltete die Gesamtarchitektur des Retreats: von der sensiblen Kontaktaufnahme über die Moderation der Vorgespräche bis zur Entwicklung eines sechstägigen Rahmens, der Erholung, fachlichen Austausch, kollegiale Selbstreflexion und kulturelle Einbettung miteinander verband. Zentrale Leitlinien waren psychologische Sicherheit, freiwillige Beteiligung, kulturelle Sensibilität und die kontinuierliche Anpassung an den Zustand der Gruppe. Ich koordinierte Referent:innen, Inhalte, Logistik und Begleitung vor Ort.
Ergebnis
Die Teilnehmenden berichteten von spürbarer Entlastung, erstmals wieder erholsamem Schlaf und einer nachhaltigen Stärkung des kollegialen Zusammenhalts. Das Retreat wurde als professionell gehaltener Schutzraum erlebt – nicht als Intervention, sondern als Ermöglichung. Ein Folgeretreat für 2026 ist in Vorbereitung.
Gesundheitssysteme im Zusammenspiel von Politik, Finanzierung und Praxis verstehen.
2. Internationale Gesundheitswirtschaft & Systemanalyse
Ausgangssituation
Als Geschäftsführer einer von Industrie, Politik und Entwicklungsorganisationen getragenen Initiative (heute www.GHA.health) bestand meine Aufgabe darin, Akteure aus Gesundheitswirtschaft, Ministerien und Kliniken zusammenzubringen. Ziel war es, internationale Gesundheitsprojekte nicht isoliert, sondern systemisch zu betrachten – im Spannungsfeld von politischer Zielsetzung, Finanzierung und klinischer Praxis.
Mein Beitrag
Ich leitete interdisziplinäre Delegationen nach Kenia, Nigeria, Vietnam, China und Südafrika, analysierte Kliniken und Modernisierungspläne und moderierte Workshops mit lokalen Stakeholdern. Ein Schwerpunkt lag darauf, sehr unterschiedliche institutionelle Logiken – politische Interessen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und operative Versorgungsrealität – in ein gemeinsames Arbeitsverständnis zu übersetzen. Auf dieser Basis erarbeitete ich konkrete Empfehlungen für Ministerien und Betreiber.
Ergebnis
Es entstanden belastbare Netzwerke, politisch flankierte Projekte und integrierte Lösungsansätze. Entscheidend war weniger die einzelne Maßnahme als ein gemeinsames Verständnis der komplexen Abhängigkeiten zwischen Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Ausstattung von Gesundheitssystemen.
Vom Importeur zum eigenen Hightech-Produkt mit internationalem Entwicklungsteam.
3. Steuerung eines internationalen high-profile Entwicklerteams
Ausgangssituation
Ein mittelständisches Unternehmen wollte sich von einem reinen Importeur zu einem Anbieter eigener hochwertiger Projektleuchten entwickeln – ohne eigene Erfahrung in Design, Lichtphysik oder Produktentwicklung. Das Vorhaben war mit erheblichen wirtschaftlichen und organisatorischen Risiken verbunden.
Mein Beitrag
Ich entwickelte die strategische Vision und baute ein internationales Entwicklungsteam aus Lichtphysik, Design, Konstruktion und Produktion auf. Meine Rolle lag in der Moderation des Gesamtprozesses: unterschiedliche Fachkulturen, Erwartungen und Interessen unter Zeit- und Marktdruck zu koordinieren und den Weg von der Idee bis zur Markteinführung zu strukturieren – inklusive Marketing- und Vertriebsaktivierung.
Ergebnis
Die Leuchtenserie NIVO® wurde erfolgreich am Markt eingeführt und zeichnete sich durch klare Alleinstellungsmerkmale aus. Die Resonanz war sehr positiv; das Produkt wurde zur „Leuchte des Jahres“ nominiert. Zugleich etablierte das Projekt neue interne Kompetenzen und eine nachhaltige Entwicklungsstruktur im Unternehmen.
Wirkfelder
Gesundheit & Systeme
mentale Gesundheit & psychosoziale Stabilität
Gesundheitssysteme & internationale Kooperation
Struktur & Qualität in Versorgungslandschaften
Gesellschaft & Demokratie
Transformationsprojekte mit öffentlicher Wirkung
gesellschaftliche Kohäsion & Dialog
Multi-Stakeholder-Prozesse
Resilienz & Sicherheit
Bevölkerungsschutz & kommunale Sicherheit
CIMIC & interorganisationale Kooperation
Krisenarchitektur, Vorsorge & Spontanhelfende
Persönlich
Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben – besonders das gemeinsame Musizieren
mit meinen Söhnen. Dort entstehen die Momente, die meine Arbeit prägen: echtes
Zuhören, aufeinander eingehen, Improvisation, gemeinsames Tragen und die
besondere Energie, wenn Menschen miteinander schwingen.
Diese Erfahrung begleitet mich in jeder Gruppe, die ich moderiere oder zusammenführe.
Zusammenspiel: hören, reagieren, tragen – im Proberaum wie im Projektraum.
Kontakt
Ich freue mich auf den Austausch, gerne zunächst unverbindlich in einem kurzen Gespräch.